Archiv

Das Archiv der Schillerschule

Die Schillerschule hat ein Archiv. Alle Dokumente, die wichtig für eine Schule, aber für das laufende Schuljahr nicht mehr aktuell sind, werden dort aufbewahrt: Alte Klassenbücher, Schülerakten, Abiturarbeiten.
Für die meisten Dokumente ist genau festgelegt, wie lange sie im Archiv aufgehoben werden müssen: 5 Jahre, 10 Jahre, 20 Jahre oder für immer.

Ansprechpartnerin: Miriam Heusel, miriam.heusel[AT]schule.hessen.de

Über das Archiv

Als ich vor vielen Jahren die Arbeit im Archiv übernommen habe, war es ein dunkler, schmutziger Raum, in dem Kisten und Aktenstapel in völligem Chaos auf dem Boden standen oder herumlagen. Jahrelang waren alte Dokumente einfach nur in den Raum hineingeschoben worden. Zum Glück mag ich Aufräumen ganz gern! In den folgenden Monaten und Jahren habe ich die Papiere gesichtet, manches weggeworfen, vieles neu geordnet und in Schränke einsortiert. Wenig Spaß hat es gemacht, in den oft verstaubten und verschimmelten Ecken zu arbeiten. Oft musste ich einen Mundschutz und Handschuhe tragen und meine Kleidung ist zu Hause sofort in die Waschmaschine gewandert. Wenn ich einen ganzen Nachmittag im Archiv verbracht hatte, musste ich in den nächsten Tagen oft husten oder meine Rückenschmerzen auskurieren.

Ein Jahr vor dem 100jährigen Schuljubiläum waren dann so viel Ordnung und Übersichtlichkeit ins Archiv eingekehrt, dass eine Projektgruppe sich mit den Inhalten der Schulgeschichte befassen konnte. Viele Informationen und Dinge in der Jubiläumsausstellung stammten aus dem Schularchiv.

Manchmal habe ich beim Aufräumen auch Zeit, selbst in Dokumente hineinzuschauen. Oft geschieht das eher zufällig, z.B. weil eine Akte ganz oben auf einem Stapel liegt oder mir ein Name gut gefällt. So habe ich auch meine Lieblingsakte entdeckt: Cecilie wurde 1908 in Danzig geboren und besuchte wie auch ihre Schwester später die Schillerschule. Sie spielte Geige und mochte Latein! Die Briefe ihrer Mutter, ihre Krankmeldungen und Zeugnisse geben einen Einblick in ihr Familienleben und ihre Jugendzeit. Weil sie Jüdin war, emigrierte sie 1938 nach Amerika. Per Internet habe ich nach wochenlanger Recherche ihre Nachkommen ausfindig gemacht und sogar mit einer Tochter und einer Enkelin das Grab ihrer Mutter und ihrer Großeltern auf dem jüdischen Friedhof in Frankfurt besucht. So sind mir aus der Archivarbeit neue Freundschaften und viel Lebendigkeit erwachsen.

Die Lagerung der Dokumente ist nicht immer ganz einfach. Die ältesten Stücke sind oft am interessantesten, aber auch am empfindlichsten. Oft ist ihr Papier dünn, ausgeblichen oder brüchig. Deshalb steht das Archiv in Kontakt mit dem Institut für Stadtgeschichte der Stadt Frankfurt. Das ist ein professionelles Archiv, das Ratschläge gibt und manchmal auch bereit ist, Akten zu übernehmen, die die Schule nicht mehr erhalten kann.

Das Archiv arbeitet eng mit dem Sekretariat der Schule zusammen. Oft rufen Erwachsenen an, die früher einmal Schülerinnen und Schüler der Schillerschule waren. Manche von ihnen haben im Laufe ihres Lebens z.B. ihr Abiturzeugnis verloren und brauchen es nun für eine Bewerbung oder für die Rentenversicherung. Dann kann man aus dem Archiv der Schule das dort aufbewahrte zweite Abiturzeugnis holen und eine Kopie davon anfertigen. Wenn eine Schülerin/ein Schüler die Schule verlässt, kommt seine/ihre Akte ins Archiv. Wenn er dann später auf eine andere Schule geht, kann die Akte aus dem Archiv geholt und an die neue Schule geschickt werden. So kann sich die neue Schule über den Werdegang des Schüler/der Schülerin informieren, denn in seiner Akte sind Zeugnisse, Elternbriefe und andere Notizen.

Manchmal kommt es auch vor, dass ehemalige Schülerinnen und Schüler oder Lehrerkräfte, wenn sie alt sind, Dinge aus ihrem Privatbesitz der Schule vermachen. Dann muss man gut überlegen, welche Fotos oder Tagebücher ins Archiv der Schule passen. Oft werden interessante Dinge angeboten, aber um alles aufzubewahren ist nicht genügend Platz vorhanden. Inzwischen ist das Archiv umgezogen und befindet sich nun in einem hellen und trockenen Raum neben der Mensa. Alles ist aufgeräumt und für die Nutzung im Schulalltag oder bei besonderen Anfragen zugänglich.

Miriam Heusel, Januar 2021

Dokumente aus 100 Jahren Schillerschule

Bilder oben: Schillerschule und Schulgebäude 1908, Bäckerei Jamin (heute noch bestehend)

Festschrift 1908 - 1933

Gründung der Schillerschule 1908

Zu Horst Eberhardt 1908

Jahresbericht der Schillerschule 1911

Schillerschul-Jahresbericht 1914

 

Aufrisse 1908

Aufrisse 1908

Morgensternstraße

Abiturklasse 1914

Badenixen 1917

Sockenstricken 1914

Bericht 1918 - 1933

Neue Ordnung und Politik 1918

Schillerschule Mittelschule

Schülerstreiche 1922

 

Hockeymannschaft 1919 Skifahren 1925Oberprima 1931 Städel 1929 Rudern 1932

 

Olympiasiegerin Helene Meyer

25 Jahre Schillerschule

NS-Zeit 1933 - 1945

Hitlergruß 1933

Linke Lehrer

Beschwerde 1935

 

Schiller-Klasse 1948

Brief Sophie Frankenthal

Entschuldigung 1941

Zulassung zur Reifeprüfung

Dr. Babski 1942 - 45

Bombenschäden 1944

Krieg Teil 1, Teil 2 1944

 

Schiller-Klasse 1951 Schulfest Fechten 1950

Lateinklasse 1955

 

Schulgarten 1945

Freunde Amerikas 1946

Geschichtsunterricht 1949

Studienfahrt 1959

Teach 1968

Wilde Kerle 1969

Bericht 1978 - 1988

 Ansicht 1958  Kollegium 1974

 

Hüttendorf Startbahn West 1980 

Schillerschule gegen Atomwaffen 1982

Projektwoche "Gesunde Ernährung" 1987

 

Pergola 1993

Schulhofgestaltung 1993

Projekt Arbeit 1994

Schulen ans Netz 1996

Projektbericht 1996

Expo-Besuch 2000

Schulprogramm 2000

Kaisermacher 2006

 

Schweizer Platz 1987

Abistreich 1991 Abistreich 1991