Erasmus+
Erasmus+ ist ein EU-Förderprogramm, um Austausch im europäischen Schulbereich zu ermöglichen. Erasmus+ bietet vielfältige Möglichkeiten der Kooperation mit europäischen Partnerschulen. So kann es auf der einen Seite Mobilitäten für Lehrkräfte geben, die anhand von best practice-Beispielen voneinander lernen oder an internationalen Fortbildungen teilnehmen.
Auf der anderen Seite gibt es sehr ansprechende Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler wie beispielsweise gruppenbasierte Austauschprojekte zu relevanten Themen oder individuelle Aufenthalte an Auslandsschulen oder im Rahmen von Auslandspraktika.
Hauptfokus der Schillerschule ist es dabei, den Schülerinnen und Schüler die Teilnahme an einem projektbasierten Austausch zu ermöglichen, der, zeitlich begrenzt, die themenbasierte Zusammenarbeit mit Schulen des europäischen Auslands ermöglicht.
Mithilfe der finanziellen Förderung lassen sich niedrigschwellig konkrete Lerninhalte mit interkulturellem Austausch verbinden oder, anders ausgedrückt: Hier lernen unsere Schülerinnen und Schüler anhand von spannenden Themen gemeinsam mit Jugendlichen aus dem europäischen Ausland voneinander und miteinander. Damit verfolgen wir das Ziel den Schülerinnen und Schüler die Themen Nachhaltigkeit und den europäischen Gedanken zu vermitteln sowie die europäische Zusammenarbeit zu stärken und gleichzeitig die Sprachenkompetenz und interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Unseren Schülerinnen und Schüler das zu ermöglichen, macht uns zu einer stolzen akkreditierten Erasmus+-Projektschule. Die Berichte der Schülerinnen und Schüler und die Endprodukte der Projekte zeigen, wie vielseitig und bereichernd die Arbeit in diesem Rahmen sein kann.
Die folgenden Beiträge bieten einen guten Überblick über einige Projekte, die stattgefunden haben:
Erasmus+ Praktikum in Toulouse
Mein Erasmus+-Praktikum in Toulouse – eine Erfahrung, die sich wirklich lohnt
09.11.2025
Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte ich die Möglichkeit, in den Herbstferien ein Praktikum in Frankreich zu machen. Schon länger hatte ich den Wunsch, ein Praktikum in Frankreich zu absolvieren, als Herr Knoob uns im Französischunterricht darauf aufmerksam machte, dass die Schillerschule am Erasmus+-Förderprogramm teilnimmt. Die Realisierung meines Wunsches schien nun ganz nah und einige Bewerbungen, Dokumente und Verträge später saß ich im Flugzeug nach Toulouse. Zehn Tage lang habe ich in einer Boutique in Toulouse gearbeitet, in der Kundinnen und Kunden Schmuck selbst herstellen können. Dort durfte ich Materialien aushändigen, beraten und eigene Ideen einbringen sowie meine eigenen praktischen Fähigkeiten in Bezug auf die selbstständige Schmuckherstellung ausbauen. Die Arbeit hat mir gezeigt, wie unterschiedlich der Alltag in einem anderen Land sein kann. In dieser Zeit habe ich jedoch nicht nur mein interkulturelles Wissen erweitert, sondern auch viel über mich selbst gelernt. Beispielsweise waren die eigenständige Orientierung in einer fremden Stadt und die Kommunikation in der Fremdsprache eine Herausforderung, deren Überwindung mich mit Stolz erfüllt hat.
Auch außerhalb des Praktikums habe ich viel erlebt: Mit meiner Gastfamilie habe ich Ausflüge gemacht, Museen besucht und an einem großen Nachbarschaftsfest im Viertel teilgenommen. In solchen Momenten habe ich mich wirklich als Teil des Lebens in Toulouse gefühlt und die positive Atmosphäre genießen können. Nun bin ich mit neuen Eindrücken, einer Praktikumsbescheinigung und einem Europapass-Mobilitätszertifikat wieder zurück in Frankfurt und sage offen: das Erasmus+-Praktikum war eine tolle Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann. Im Ausland sammelt man Erfahrungen, welche man Zuhause nie sammeln würde und die einen enorm wachsen lassen. Sprachentwicklung, interkulturelle Einblicke und eine erhöhte Selbstständigkeit sowie (Berufs-)Orientierung sind noch längst nicht alle Gründe, ein Praktikum in einem von dir individuell ausgewählten Land und Unternehmen zu absolvieren. Lass dich auch von und Erasmus+ unterstützen, dein Traum Wirklichkeit werden zu lassen!
Paula Rosenow (Q1)
Erasmus+ Besuch aus Lorient
Erasmus+ Besuch aus Lorient: Nachhaltigkeit und Kunst
11.05.2025
Zum vierten Mal kam am Donnerstag und Freitag eine Delegation aus Lorient (Frankreich) zu Besuch an die Schillerschule. Das Thema des diesjährigen Kontakts, welchen acht Schülerinnen aus der 8e unterstützt vom Rest der Klasse bereits seit Beginn des Schuljahres vorbereiten, lautet „Don‘t waste our future“ und dreht sich ganz um Nachhaltigkeit und Kunst. Im Rahmen dieses Themas waren wir am Donnerstag beim Alten Flugplatz Bonames, wo wir mit allen Sinnen erleben konnten, wie man sogar Flugplätze recyclen kann und die Natur wiederkehrt, wenn der Mensch sich zurückzieht. Am Freitag besuchten wir das Liebighaus und hauchten im Garten selbst alten Skulpturen neues Leben ein, bevor wir am Mainufer künstlerisch Zukunftsentwürfe für Frankfurt entwickelten. Wir freuen uns auf den Rückbesuch im September!
Lina Kinttof
Schiller in Italien: Erasmus+-Projekt „Cultural Baggage“
Buongiorno ragazzi!
09.02.2025
In der Woche vom 26.01.25 bis 01.02.25 hatten 10 Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse der E1 und Q1 unter der Leitung von Herrn Streitz und in Begleitung von Frau Leibbrandt die großartige Gelegenheit, am Erasmus+-Projekt „Cultural Baggage“ teilzunehmen.
Eine Woche verbrachten die Teilnehmenden in familiärer Umgebung mit ihren Gastfamilien und erlebten den typischen Alltag in Lucca hautnah. Durch lebhafte Gespräche sammelten sie viele interessante Eindrücke und lernten die toskanische Kultur kennen.
Zentrale Punkte des Programms waren unter anderem das Erkunden des traditionellen städtischen Flairs in Lucca und in Pisa sowie das gemeinsame Erstellen einer informativen Instagram-Seite. Das Besuchen der italienischen Schule – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Kunst, Kreativität und Musik – und die damit verbundene Teilnahme am typischen Schulalltag brachten gewinnbringende Erkenntnisse. Eines wurde aber besonders deutlich: Die dolce vita zeigt sich in allen Bereichen des Lebens – auch in der Schule!
Der intensive Austausch mit den örtlichen Gastfamilien hat die Perspektiven auf das Leben außerhalb des vertrauten Umfelds positiv erweitert: Er erforderte, die eigene Komfortzone zu verlassen und machte den Besuch in Lucca auch dadurch zu einer bereichernden und wertvollen Erfahrung.
Wir freuen uns, die italienischen Schülerinnen und Schüler in Frankfurt in Empfang zu nehmen und ihnen Einblicke in die deutsche – doch deutlich andere – Kultur zu bieten.
Arrivederci!
PS: Wer nun noch mehr über das Projekt und den Trip nach Lucca erfahren möchte, kann gerne einen Blick auf die Instagram-Seite (@ffmlu.diaries) werfen.
Alice Huang (E1) und Lilly Haug (Q1)
Mit Erasmus+ eine Woche in Lorient
Eine Woche in Lorient mit Erasmus +
06.12.2023
Als 10-köpfige Gruppe ging es am Montagmorgen im Sinne des Umweltschutzes mit „Erasmus +“ vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Lorient in der französischen Bretagne.
Angekommen in Lorient wurde mit Galletes und Crêpes noch ein traditionell bretonisches Abendessen genossen.
Am nächsten Morgen ging es, nach einem kleinen französischen Frühstück, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Partnerschule aus Hankensbüttel auf einen kleinen Spaziergang zum Fischereihafen in Lorient, wo es zum ersten zusammen Treffen mit den einheimischen Schülern aus Lorient und einer sehr interessanten Führung durch den Hafen kam. Im Anschluss arbeiteten alle gemeinsam (u.a. Unterm Mikroskop) am Thema Mikroplastik, wobei alle viel neues Wissen mitnehmen konnten. Nach einem sehr leckeren Abendessen ging es zurück zur Jugendherberge, um den Abend mit spannenden Tischtennis- Matches ausklingen zu lassen.
Am Mittwoch erhielten zunächst alle Lehrer sowie SchülerInnen ein „Zero-Waste” Lunchpaket und machten sich im Anschluss alle gemeinsam auf den Weg zur Fähre, mit welcher wir über ein sehr welliges Meer zur schönen „Ile du Groix” übersetzten. Der stellvertretende Bürgermeister der Insel erwartete uns bereits und erzählte uns viele interessante Fakten und Geschichten der Insel. Anschließend wanderten wir zu einer kleinen Strandbucht, in der wir eine Pause machten, um das vollgepackte Lunchpaket zu verspeisen. Anschließend wurden verschiedenste Nachhaltigkeitsprojekte behandelt, bevor es im strömenden Regen zurück zum Festland ging.
Am Donnerstag durften wir und die Hankensbüttler erleben, was an einer französischen Schule normaler Alltag ist. Doch statt des normalen Unterrichts hatten wir die Möglichkeit, ein eigenes Magazin, zu unseren Erlebnissen mit dem Erasmus+ Programm zu erstellen. Beim Verlassen der Schule hieß es Abschied von unseren französischen Freunden zu nehmen, die wir erst im kommenden November wieder sehen werden. Am Abend genossen wir noch die letzten gemeinsamen Momente mit den anderen Deutschen. AmFreitag hieß es dann zum zweiten Mal Abschied nehmen, um dann die Koffer zu packen und den Zug Richtung Frankfurt zu nehmen.
Am Freitagabend kamen wir dann pünktlich wieder „Zuhause“ an und waren uns alle einig, wie viel über unsere Umwelt und ihren Schutz gelernt haben und wie viel Spaß wir dabei hatten.
Jacob Astheimer
Mit Erasmus+ nach Sizilien
Erasmus + Projekt: Nachhaltige Strömungen – Wassersport verbindet uns!
02.11.2023
In der vorletzten Woche haben wir, einige Schüler der Klasse 8b, an dem Projekt „Erasmus + Projekt: Nachhaltige Strömungen – Wassersport verbindet uns“ zusammen mit Schülern einer italienischen und einer niederländischen Schule teilgenommen. Für dieses Projekt sind wir nach Sizilien geflogen und haben dort zusammen viele spannende Erfahrungen gesammelt.
Am Montag, den 25.09.23, haben wir uns um 4:45 Uhr am Flughafen getroffen. Einige Stunden später sind wir in Catania gelandet und von dort aus nach Leonforte gefahren. Dort wurden wir von den Italienern herzlich empfangen. Danach stand eine Stadtbesichtigungstour auf dem Programm, wobei uns unter anderem zwei alte Kirchen gezeigt wurden. Am Abend sind wir in die nah gelegene Stadt Enna in unser Hotel gefahren.
Am Dienstag, den 26.09.23, waren wir auf einem See Kajak fahren. Anschließend haben wir noch ein römisches Anwesen, die Villa Romana del Casale, besichtigt. Es war spannend, mehr über römische Architektur zu lernen. Den Abschluss des Tages bildete ein Abendessen in einem italienischen Restaurant.
Am Mittwoch, den 27.09.23, haben wir eine Führung durch die Schule der italienischen Schüler bekommen. Es war interessant, die Unterschiede zu unserer Schule zu sehen. Am Mittag waren wir in einem Pasta-Restaurant Mittagessen. Außerdem fand ein Workshop zum Thema Wasser statt.
Der Donnerstag, der 28.09.23, war der spannendste Tag. Wir haben eine Wanderung auf den Ätna gemacht, von oben wir hatten wir eine wunderschöne Aussicht. Später waren wir noch in einem Amphitheater in Taormina.
Am Freitag, den 29.09.23, sind wir zurück nach Frankfurt geflogen, aber vorher hatten wir noch Zeit ein wenig Catania zu erkunden. Dort waren wir bei einer Aussichtsplattform, von der man einen guten Ausblick auf Catania hatte.
Es war eine spannende und abenteuerliche Reise, auf der wir viel Neues über die italienische Kultur lernen konnten.