Im Wahlpflichtunterricht (WPU) Ästhetik des Experimentierens haben unsere Schülerinnen und Schüler die enge Verbindung von Naturwissenschaft und Kunst erfahren können. Im Mittelpunkt stand die Herstellung eigener Temperafarben auf Basis von Casein, einem Milcheiweiß, das bereits seit Jahrhunderten als Bindemittel in der Malerei verwendet wird.
Um unterschiedliche Farbtöne zu erzeugen, wurden verschiedene Pigmente eingesetzt. Neben Eisenoxidrot und Aktivkohle kam auch selbst gemörserte Kreide zum Einsatz.
Bevor die Farben jedoch künstlerisch genutzt wurden, entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen Kriterienkatalog zur Bewertung der Farbqualität. Dabei standen unter anderem die Deckkraft, die Trocknungszeit sowie die Haftung auf verschiedenen Materialien im Fokus.
Im Anschluss entstanden mit den selbst hergestellten Farben vielfältige Kunstwerke, wie beispielsweise ein Leuchtturm an der Nordsee sowie ein Fisch, dessen Schuppen aus getrockneten „Farbchips“ gestaltet wurden.
Sven Koch