Schillerschule stark vertreten auf der nationalen Ruderbühne in München
Vom 17. bis 19. April 2026 wurde die Olympia-Regattastrecke München-Oberschleißheim zum Zentrum des deutschen Rudersports: Parallel zum Deutschen Meisterschaftsrudern im Kleinboot fand dort auch die DRV-Leistungsüberprüfung der Juniorinnen und Junioren A (U19) statt. Mit 215 Booten aus 120 Vereinen bei den Kleinbootmeisterschaften sowie 168 Booten in der U19-Leistungsüberprüfung war das Wochenende ein hochkarätiger nationaler Leistungsvergleich.
Für die Schillerschule Frankfurt war die Regatta in mehrfacher Hinsicht besonders: Mit Ensio Flöter, Emilia Kratz, Noah Röske und Henrik Pein waren aktuelle Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Schüler unserer Schule auf der nationalen Bühne vertreten. Zudem startete mit Alvar Flöter ein ehemaliger Schillerschüler. Begleitet wurde das erfolgreiche Auftreten auch durch Trainer mit enger Verbindung zur Schillerschule: Alexander Usen, ebenfalls ehemaliger Schillerschüler, betreute vor Ort die hessischen Junioren und Senioren der Christopher Welsch betreute die U19-Siegerin Helena Tibitanzl.
Rennen auf historischem Boden
Die Regattastrecke in München-Oberschleißheim ist mehr als nur eine Wettkampfstätte. Sie wurde für die Olympischen Spiele 1972 errichtet und zählt bis heute zu den bedeutendsten Ruderanlagen Europas. Nach den Olympischen Spielen war sie unter anderem Austragungsort der Ruder-Weltmeisterschaften 1981 und 2007 sowie zahlreicher Weltcup-Regatten.
Gute Bedingungen – und ein anspruchsvoller Finaltag
Die äußeren Bedingungen machten das Wochenende sportlich interessant. Am Freitag und Samstag sorgten frühlingshafte Bedingungen für faire und gut vergleichbare Rennen. Für den Finaltag musste der Zeitplan wegen einer Gewitterwarnung angepasst werden; später prägten Wind, zunächst mit Schiebewind und zeitweise Seitenwind, die Rennen. Das angekündigte Gewitter blieb jedoch weitgehend aus, sodass die wichtigsten Entscheidungen auf dem Wasser fallen konnten.
Warum diese Regatta so wichtig ist
Die Deutschen Kleinbootmeisterschaften gehören zu den bedeutendsten Standortbestimmungen im deutschen Rudersport. In den Einern und Zweiern ohne Steuermann müssen die Athletinnen und Athleten ohne große Mannschaftsstruktur zeigen, wie stark sie individuell sind.
Auch die U19-Leistungsüberprüfung hat eine besondere Bedeutung. Sie ist die erste zentrale nationale Leistungsüberprüfung der Juniorinnen und Junioren A auf dem Weg zu internationalen Saisonhöhepunkten. Die Ergebnisse dienen nicht nur der Einordnung der Einzelleistungen, sondern auch der weiteren Bildung von Mannschaftsbooten. Besonders erfolgreiche Athletinnen und Athleten können sich damit für internationale Aufgaben empfehlen.
Schillerschülerinnen und Schillerschüler im nationalen Vergleich
Emilia Kratz startete für die Frankfurter RG Germania im Juniorinnen-Einer A. Bereits im Vorlauf zeigte sie mit Platz zwei und einer Zeit von 8:17,78 Minuten eine starke Leistung. Nach dem Halbfinale erreichte sie das Finale B und beendete dieses auf Rang sechs. Damit gehörte sie im Einer zur erweiterten nationalen Spitze ihres Feldes.
Noah Röske trat im Junioren-Einer A an. Über Vorlauf und Halbfinale arbeitete er sich bis in das Finale G vor und sammelte dort wichtige nationale Wettkampferfahrung auf höchstem U19-Niveau.
Bei den Kleinbootmeisterschaften der Männer war Henrik Pein im Einer für die Frankfurter RG Germania am Start. In einem sehr stark besetzten Feld erreichte er das Finale E und belegte dort Rang drei. Für einen jungen Athleten in der offenen Männerklasse ist dies ein wertvoller Schritt in der weiteren sportlichen Entwicklung.

Ensio Flöter startete im Männer-Zweier ohne Steuermann gemeinsam mit Leander Reinelt. Das Duo erreichte das Finale C und belegte dort Rang sechs. Auch diese Platzierung zeigt, dass Schillerschüler im anspruchsvollen Kleinbootbereich der Männer konkurrenzfähig auftreten.
Der ehemalige Schillerschüler Alvar Flöter gewann gemeinsam mit Keno Salzmann das Finale E im Männer-Zweier ohne Steuermann. Damit setzte auch ein Schillerschul-Alumnus ein deutliches sportliches Zeichen bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften.
Ein besonderer Erfolg gelang außerdem der von Christopher Welsch betreuten Athletin Helena Tibitanzl von der Frankfurter RG Germania. Sie gewann das Finale A im Juniorinnen-Einer A in 7:52,18 Minuten und setzte sich damit an die Spitze ihres Feldes.

Starker Kooperationspartner: Frankfurter RG Germania
Die Ergebnisse in München unterstreichen eindrucksvoll, wie leistungsfähig der Kooperationspartner der Schillerschule ist. Die Frankfurter RG Germania 1869 e.V. war nicht nur im Nachwuchsbereich stark vertreten, sondern auch in der nationalen Spitze der offenen Klassen: Oliver Zeidler gewann den Männer-Einer, Theis Hagemeister siegte im Männer-Zweier ohne Steuermann, und auch der Frauen-Zweier ohne Steuerfrau mit Hannah Reif gewann den Titel. Weltmeister Valentin Luz gewann im Para Einer und Zweier.
Für die Schillerschule ist diese Kooperation daher sportlich von sehr hoher Bedeutung. Die Frankfurter RG Germania verbindet Nachwuchsförderung, erfahrene Trainerstrukturen und internationale Spitzenleistung. Schülerinnen und Schüler der Schillerschule profitieren damit von einem Umfeld, das schulische Förderung und leistungssportliche Entwicklung sinnvoll miteinander verbindet. Die Auftritte in München zeigen: Der Kooperationspartner ist in der Lage, Talente vom Juniorenbereich bis in die nationale und internationale Spitze zu begleiten.
Das Wochenende in München war damit nicht nur ein sportlicher Leistungsvergleich, sondern auch ein starkes Signal für die Ruderförderung an der Schillerschule Frankfurt: Aktuelle und ehemalige Schillerschülerinnen und Schillerschüler waren auf höchstem nationalem Niveau aktiv, sammelten wertvolle Erfahrungen und trugen gemeinsam mit ihren Trainern dazu bei, die enge Verbindung zwischen Schule, Verein und Leistungssport sichtbar zu machen.
Johannes Karg