Das Periodensystem der Elemente
Als Profilschule Kulturelle Bildung und teilnehmende Schule an dem Projekt Future Skills der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt heißt es an unserem Gymnasium: Werdet kreativ und mutig! Und zwar in allen Fächern. Und zwar sowohl Lernende als auch Lehrende.
Mit der baldigen Eröffnung unseres MINT-Zentrums und dem MINT-Art-Projekt entstehen momentan viele spannende Ideen, Kunst und MINT zu vereinigen.
Mit diesem großen Projekt, welches gemeinsam mit unserer Schulkünstlerin Katharina Müller erarbeitet wurde, möchten wir als Gymnasium ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass sich auch Gymnasien zukunftsorientiert entwickeln. Besonders in Zeiten, in denen Medienethik eine immer größere Rolle spielt, ist es wichtig das eigene Denken, das eigene kreative Handeln und das Schauen über den Tellerrand zu ermöglichen.
Genau das haben unsere Chemielehrkräfte mit diesem Projekt bewirken wollen und haben 84 Lernende aus der neunten Jahrgangsstufe auf das hiesige Projekt vorbereitet. Dabei wurden – mit Ausnahme der Lanthanoide und Actinoide – alle Elemente des Periodensystems auf die Lernenden aufgeteilt, welche zu ihren Elementen recherchierten und sich eigenständig eine künstlerische Darstellung (inhaltlich zu Eigenschaften, Assoziationen, Beschaffenheit, Herkunft etc. und künstlerisch in passenden Farben, Motiven) überlegten. Lediglich die Schrift zu den Elementsymbolen sowie die Ordnungszahl und das Format (20×24 cm) waren vorgegeben, alles andere in der Gestaltung frei.
An je einem Projekttag haben die drei Klassen ihre Kacheln innerhalb von sechs Unterrichtsstunden erarbeitet. Dort wurden unsere Lernenden kreativ und haben sowohl die Chemie- als auch Kunstsammlung frei nutzen dürfen. So wurde für die Wasserstoffbombe (1) beispielsweise Watte in Farbe gemischt, sodass die Explosion dreidimensional wirkt. Für Roentgenium (111) wurden Röntgenaufnahmen auf Overheadfolien gedruckt und für Gold (79) wurde goldenes Schlagmetall verbarbeitet. Durch Letzteres oder beispielsweise einen aufgeklebten Nickellöffel (27) sowie aufgeklebte Kupfercent-Münzen (29) erhält das Werk zum einen Dreidimensionalität als auch die Möglichkeit, die Elemente in echt zu betrachten.
Das Gesamtwerk stellt nun ein zu beobachtendes Kunstwerk dar, für viele hat es allerdings einen starken Rätselcharakter. Beispielsweise fragten sich bereits einige, weshalb bei Iod (53) eine Schilddrüse gemalt wurde oder bei Cobalt (27) Geister aus einem Bergwerk fliegen.
In Kürze soll das Periodensystem zwischen den Chemieräumen im dritten Stock einen Platz an der Wand finden. Doch erst einmal heißt es für unser überdimensionales Prachtwerk: Teilnahme an dem Mal- und Zeichenwettbewerb „Kunstwerk Chemie“ von lizzynet.
Maximilian Rausch