Die „Spielzeitschule“ ist ein Projekt mit der hr-Bigband, bei welchem wir als Schülerinnen und Schüler ein Konzert über einen längeren Zeitraum begleiteten und zu welchem wir eigene Beiträge für den Abend entwickelt haben. Da wir zunächst nicht genau wussten, was uns erwarten und wie der Ablauf gestaltet sein würde, führte diese Tatsache anfangs zu einer gewissen Skepsis, die jedoch schnell verschwand. Wir waren neugierig darauf, mehr über den Jazz zu erfahren, da diese Musikrichtung besonders in unserer Altersgruppe eher wenig Beachtung findet.
Das Projekt bestand also erst einmal viel daraus, Jazz zu hören und zu verstehen. Doch danach beschäftigten wir uns immer mehr mit John Coltrane und dem historischen Hintergrund der Stücke sowie auch dem wichtigen „Spirit“-Begriff. Durch diese intensive Beschäftigung mit der Musik entstanden in der Gruppenarbeit erste Ideen, was wir dem Publikum mitteilen und zeigen wollten.
Das Coaching, das einige von uns für die Moderation bekamen, war bei diesem Projekt ebenfalls sehr interessant, da dort Tipps und Tricks für das Auftreten bei einem Konzert verraten wurden. Die anderen konnten währenddessen an den Texten dieses Programmheftes arbeiten. Danach stand nur noch die Generalprobe dem Konzert bevor, welche sowohl mit großer Vorfreude als auch mit einer gewissen Nervosität erwartet wurde.
Durch die Teilnahme am Projekt „Spielzeitschule“ haben wir uns intensiv mit der Musik auseinandergesetzt, gelernt, sie bewusster wahrzunehmen und kritisch zu hinterfragen. Außerdem haben wir viele verschiedene Jazzstücke gehört und gelernt, unterschiedliche Formen des Jazz zu analysieren. Insgesamt war das Projekt eine sehr bereichernde Erfahrung. Es bot uns die spannende Möglichkeit, ein Konzert der hr-Bigband zu moderieren und einen Einblick in die umfangreiche Planung und Organisation eines solchen Konzerts zu erhalten. Rückblickend war es ein gelungenes und lehrreiches Erlebnis, das uns die Welt des Jazz auf interessante Weise nähergebracht hat.
Texte von Daniel Barbosa Hernandez, Sander Boehme, Nils Feil, Leonhard Hüllen und Menglin Yue