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Sichtbare Erinnerungs-kultur

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  • Beitrag veröffentlicht:29. Januar 2026

Holocaust-Gedenktag 2026 an der Schillerschule

Eine Kerze stand am vergangenen Dienstag (27. Januar) zentral im Foyer als Zeichen unseres Erinnerns und Gedenkens an die Opfer des Holocaust und als Zeichen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. In diesem Jahr wurde der Holocaust-Gedenktag sichtbar in unserem Schulgebäude sichtbar: Schülerinnen und Schüler hatten sich mit bekannten Frankfurterinnen und Frankfurtern wie Anne Frank und Valentin Senger beschäftigt, die Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten wurden. Andere setzten sich mit der Geschichte unserer Schule auseinander und präsentierten die Schicksale von Schillerschülerinnen und -lehrerinnen in der NS-Zeit. Wiederum andere teilten ihre Gedanken im Gespräch oder schreibend. Die Klasse 7c gewährte Einblicke in ihre Unterrichtsprodukte zu einer thematisch passenden Lektüre. Mehrere Lehrkräfte besichtigten mit ihren Lerngruppen die Ausstellung und kamen dadurch darüber ins Gespräch, regten zum Nachdenken an.

300 Schülerinnen und Schüler schauten den Film „Schwarzer Zucker. Rotes Blut“ von dem Fotografen und Filmemacher Luigi Toscano, der dokumentiert, wie Toscano die bewegende Geschichte der wahren Identität der KZ-Überlebenden Anna Strishkowa ans Licht bringt.

Ein großer Dank dafür, dass wir den Holocaust-Gedenktag zum ersten Mal an unserer Schule sichtbar werden lassen konnten, gilt Prabhlin Birdi (Q1) und Eric Schwarz (E1) sowie den Lehrkräften Tanja Eid, Alina Noack, Sylvia Piotrowski, Charlotte Schwarz, Lydia Wagner sowie unserer Schulpfarrerin Johanna Bergner, die den Tag maßgeblich vorbereitet und begleitet haben. Zudem danken wir den in der Vorbereitung beteiligten Lerngruppen (7c, 9e, den Kursen der Evangelischen Religion der 10c/10d und Q1) sowie allen anderen Ideenspendern und helfenden Händen.

Die Frankfurter Rundschau war am Vortag ebenfalls zu Gast, um über unsere Form des Gedenkens zu berichten.

Die Schillerschule bekennt sich damit klar zur Demokratie und einer gelebten Erinnerungskultur, denn „Nie wieder ist jetzt!“.

Florian Seemann